Mögen Sie Milch? Trinken Sie Milch? Was halten Sie von den pflanzlichen Alternativen? Haben Sie schon welche ausprobiert? Heutzutage sind ja viele verschiedene Pflanzendrinks erhältlich.

Wir werden nicht zuletzt von der Werbung der Milchlobby, die gross und stark ist in der Schweiz, davon überzeugt, dass Milch zum Leben gehört. Stimmt schon, für Kälber. Für Menschen ja nur, wenn etwas nach dem Füttern des Kalbes übrigbleibt, jedenfalls war es früher so. Heutzutage werden die Kühe, man verzeihe mir das Wort, als Milchproduzentinnen, gehalten.

Selbstverständlich ist die Milch in der Schweiz von hoher Qualität, das ist unbestritten. Trotzdem hat es natürlicherweise Wachstumsfaktoren drin, die eben für Kälber gedacht waren, die wachsen sollen. Ob ich als erwachsener Mensch das brauche? Kaum.

Zudem habe ich ein Problem damit, Tiere als «Nutztiere» zu bezeichnen. Das ist doch Ausdruck eines sehr menschenzentrierten Weltbilds und stellt das Wohlergehen der Kühe hinter dem des Menschen. Kann man so sehen, muss man nicht.

Das erste Mal, als ich eine «Reismilch» probierte, war ich entsetzt. Ich fand’s einfach nur eklig, Kartongeschmack beschreibt es am besten. Hätte man mir das Ganze als «Reisdrink» verkauft, hätte ich nicht etwas wie Milch erwartet und wäre vielleicht offener gewesen. So sass die Enttäuschung aber tief und ich konnte beim besten Willen nicht nachvollziehen, weshalb ich das trinken sollte. Das ist nun viele Jahre her. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Drinks auf Pflanzenbasis. Und ich bin seit langem von Milch auf anderes umgestiegen. Ausser für Caramellköpfli, da haben sich Pflanzendrinks bisher geschmacklich nicht so bewährt. Aber: das kann sich ja ändern.

Wer mich etwas besser kennt, weiss, dass ich «Spielzeuge» liebe. Meine Spielzeuge sind meistens technischer Art und ich kann mich sehr daran erfreuen. Sei das nun ein neues iPad, ein Laserdistanzmesser oder ein Küchengerät.

Mein neues Spielzeug ist eine Maschine, die tatsächlich innerhalb von 1 Minute einen Liter Pflanzendrink herstellen kann. Ich bestimme alle Zutaten und es hat keine Stabilisatoren, Geschmacksverstärker etc. drin. Faszinierend. Mittlerweile habe ich einen Haferdrink produziert und einen Cashewdrink und finde sie richtig lecker. Insbesondere letzterer schmeckt mir auch zum einfach so trinken, nicht nur in den Kaffee. Das ging mir mit keinem gekauften Drink bisher so.

Aus finanziellen Gründen rentiert das bei meinen Verbrauchsmengen wohl frühestens in einem Jahr. Aber: ich produziere viel weniger Abfall, da es keine Tetrapacks mehr gibt, die verbrannt werden müssen. Und ich nehme weniger unnötige Stoffe zu mir. Zudem kann ich die Reste, die im Sieb zurückbleiben, fürs Müesli verwenden. Ich freue mich schon aufs weitere Ausprobieren von neuen Kombinationen! Das Ding heisst Mylky und ist eine Schweizer Erfindung aus der Westschweiz (mylky.ch).

Wie immer ist meine Konsequenz nicht perfekt, so esse ich z.B. Butter und nicht Margarine, einerseits wegen des Geschmacks und andererseits auch, weil Margarine aus der Fabrik kommt und Zusatzstoffe beinhaltet. Und Schlagrahm liebe ich manchmal auch. Also so ganz ohne Milch will ich noch nicht auskommen.

Was haben Sie in den letzten 20 Jahren umgestellt im Bereich von Nahrungsmitteln und Getränken, oder in anderen Bereichen, und so Ihr Konsumverhalten verändert? Ich finde es spannend, wie sich unser Verhalten über die Jahre verändert oder zumindest verändern kann. Es ist nie zu spät, die Welt ein bisschen besser zu machen und uns dabei gesünder.

* wie immer: ich stehe in keiner Beziehung zu der Firma Mylky, ausser dass ich dort das Gerät gekauft habe, und wurde nicht in irgendeiner Form für diesen Blog entschädigt.