Spielen Sie gerne?
Sind sie sogar ein „Spielkalb„? Sind Sie das, was man verspielt nennt?
Wenn die Antwort eine der Fragen «ja» ist, dann frage ich Sie: warum? Und wenn die Antwort «nein» ist, dann frage ich Sie auch: warum? Vielleicht mögen Sie kurz innehalten und sie die Antworten auf meine Fragen überlegen.
Spielen ist etwas Urmenschliches. Wer meint, das sei nur für Kinder, greift viel zu kurz. Viele Tiere spielen auch, ob alle, weiss ich nicht, da ich mich z.B. mit Insekten nicht auskenne. So können Säugetiere und auch Vögel spielen. Denken Sie an Delphine im Meer oder an eine Katze, der Sie eine Schnur vor den Pfoten vorbeiziehen. Spielen hat mit Leichtigkeit, Fantasie, Freude, Unbekümmertheit, manchmal Ziel- und Sinnlosigkeit zu tun. Und ich behaupte, dass Sie davon im Allgemeinen in Ihrem Alltag zu wenig haben. Stimmt’s?
Es gibt Menschen, die sehr gerne Brett-oder Kartenspiele spielen und Spieleabende veranstalten.
Für sie ist das Erholung pur.
Zugegeben, zu denen gehöre ich nicht.
Im Sport gibt es Teamspiele. Solange das zum Plausch geschieht, ist es spielen im Sinne, wie ich ihn oben genannt habe. Wenn das Spielen auf Leistung und gewinnen abzielt, deutlich weniger. Da kann es dann schon verbissen zu und her gehen, das Gegenteil von spielerisch.
Spielen tut man ja auch Musikinstrumente. Das geschieht ebenfalls idealerweise mit Leichtigkeit und Freude. Dass man üben muss, ist klar, gehört aber meist in eine andere Kategorie. Mir geht es um Spielen um des Spielens willen, sich darin verlieren und sich so auf andere Weise (er)finden.
Ich habe mir nach zwei – vielleicht sind es sogar drei- Jahren immer wieder hin-und-her überlegen, ein neues «Spielzeug» gekauft. Es ist eine Kosmosky Steel Tongue Drum, eine Trommel aus Stahl, die «Zungen» hat, auf denen gespielt wird. Das Bild sehen Sie oben.
Ist sie nicht wunderschön?
Vor ein paar Wochen ist sie bei mir angekommen und hat mich gleich sehr begeistert. Es gibt sie in mehreren Grössen (achtung: sie wird mit zunehmender Grösse auch deutlich schwerer!), in vielen verschiedenen Designs, man kann sogar auch ein individuelles wünschen, wenn einem das wichtig ist. Es gibt sie ebenfalls in verschiedenen Stimmungen. Nach einigen Stunden online Beispiele hören, immer und immer wieder, habe ich mich für die Bmoll–Stimmung entschieden. Das passte für mich am besten.
Spielen kann man sie entweder mit den Händen oder mit zwei Filzschlägeln, die mitgeliefert werden. Meine Absicht war ein meditatives Instrument zu haben, auf dem ich ausschliesslich spielerisch unterwegs sein kann. Und: es funktioniert.
Wenn ich am Spielen bin, vergesse ich die Zeit, bin ganz in den Klängen und im Ausprobieren, was noch möglich ist.
Das ist eine Art Meditation. Für mich eine, die nach einem langen Arbeitstag besser funktioniert als eine sitzende, geführte oder ungeführte Meditation. Damit das Spielen/Meditieren nicht vergessen geht, steht sie zentral auf dem Tisch vor meinem Sofa. So kann ich jedes Mal, wenn ich auf dem Sofa sitze, ein wenig spielen. Mit den Schlägeln gespielt ist sie nicht ganz leise, trotzdem schlafen Gioia und Kira selig nebendran. Scheint ihnen zu gefallen und sie zu entspannen.
Meine Einladung an Sie: bringen Sie mehr Spiel und Spielerisches in Ihr Leben. Sie werden Ihr Leben bereichern und bleiben erst noch jung dabei.
PS Wenn sich jemand für das Kaufen einer Kosmosky Drum interessiert, habe ich Tipps, was man tun sollte oder eben nicht.