Kleine Schritte.
«Jetzt gehe ich schon seit 3 Wochen 3 Mal pro Woche ins Fitnesscenter und habe immer noch kein Sixpack!» – «Ich lerne schon seit einem Monat Spanisch und verstehe immer noch nicht, was die in den spanischen Nachrichten sagen.» – «Seit 2 Wochen verzichte ich auf Kuchen und habe nur lausige 300 Gramm abgenommen.»
Kenne Sie solche Aussagen? Vielleicht sogar von sich selbst? Wahrscheinlich. Wir sind im Allgemeinen «Kurzhorizont-Denker». Haben Sie den Begriff noch nie gehört? Kann ich mir gut vorstellen, denn ich habe ihn soeben erfunden. Trotzdem – oder vielleicht auch deswegen- passt er gut.
Von Vishen Lakhiani, dem Gründer von MindValley, einer der grössten online-Weiterbildungsplattformen, wenn es um Persönlichkeitsentwicklung geht, habe ich folgenden Satz gehört: «Wir überschätzen oft, was wir in einem Jahr erreichen können und unterschätzen, was wir in drei Jahren erreichen können.» Er zitiert hier wissenschaftliche Studien, die ich mir nicht gemerkt habe. Aber den Inhalt der Aussage sehr wohl.
Wie oft haben Sie einen guten Vorsatz gefasst und umgesetzt und dann in der Folge fallen gelassen, weil sich das erhoffte Resultat nicht innert kurzer Zeit einstellte? Und waren frustriert, verärgert und fühlten sich vielleicht sogar machtlos im Stil von «ich kann das sowieso nicht ändern». Genau das ist «Kurzhorizont-Denken.»
Dabei ist es nur so, dass viele Dinge einfach länger brauchen. Manchmal viel länger! Kleines Beispiel: 1 Würfel Zucker hat 16 kcal Energiebrennwert. Wenn also jemand 2 Würfel Zucker täglich in ihren Tee oder Kaffee gibt, macht das in einem Jahr 11’680 kcal und in 3 Jahren 35’040 kcal.
Um ein Kilo Gewicht zuzunehmen, braucht es 7000 kcal. In drei Jahren hat also besagte Tee- oder Kaffeetrinkerin nur über den Zucker alleine 5kg zugenommen. Das heisst umgekehrt: wenn sie den Zucker weglässt, landen diese Kilo nicht auf ihren Rippen
(das gilt natürlich nur unter der Voraussetzung, dass diese Person alles andere beim alten belässt, denn die übrigen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten spielen selbstredend auch eine grosse Rolle).
Was ich aufzeigen wollte, ist, dass etwas Kleines auf Dauer grosse Folgen haben kann. Und das nur durch das Weglassen der zwei Zuckerwürfel.
Das gleiche gilt auch für grössere Projekte. Als ich vor über drei Jahren damit begann, meinen Online-Kurs «Mosaiksteine der Lebensfreude» zu entwerfen, hatte ich keine Ahnung, wie viel Arbeit das beinhalten würde, was ich alles lernen musste, wie viele (wirklich viele!) Stunden ich mich damit befassen musste, damit er dann im Frühjahr 2023 endlich online geschaltet werden konnte. Zum Glück wusste ich das nicht, denn ob dann den Mumm gehabt hätte, das Projekt anzugehen, weiss ich nicht.
Im Englischen redet man von «baby steps» und meint «in kleinen Schritten vorangehen.» Und genau das ist es, was den Erfolg von vielen, vielleicht allen grossen Projekten kennzeichnet: viele kleine «baby steps», die irgendwann zum Ziel führen. Wenn irgend möglich sollten diese kleinen Schritte auch Spass machen, sonst ist es eine Plagerei. Ich selbst hatte sehr viel Spass am Lernen von neuen Programmen, über Beleuchtung und Videoschnitt und noch vieles mehr. Wenn diese Freude nicht gewesen wäre, dann gäbe es meinen Kurs «Mosaiksteine der Lebensfreude» heute nicht.
Haben Sie auch ein Projekt, dass Sie gerne verwirklichen möchten? Den Garten umgestalten? Eine Patchwork-Decke nähen? Eine Sprache lernen? Abnehmen? Was immer es ist: gehen Sie es in kleinen Schritten an, «baby steps» führen zum Erfolg!
Und: ich freue mich gerne mit! Also schreiben Sie mir gerne auf annie@anniesandberg.com, was Sie erreicht haben
Falls Sie mehr über die Angebote von Mindvalley wissen möchten: www.mindvalley.com.