Interview mit Dr. med. Annie Sandberg, aufgenommen im Sommer 2021 für einen privaten Newsletter einer Bekannten Maria M.
Maria M.: Schön, dass Du dich bereit erklärt hast, dieses Interview mit mir zu machen. Vor zwei Jahren kam Dein Buch heraus „Schluss mit trüben Tagen“. Und jetzt bist Du offenbar an einem Kurs. Hast Du denn im Buch nicht schon alles gesagt?
Annie Sandberg: Das Buch war ein erstes Herzensprojekt und hat viel Freude gemacht beim Schreiben und Fertigstellen. Parallel dazu war immer die Idee eines Kurses, der mehr in die Tiefe geht. In meinem Freundeskreis wurde ich auch immer wieder ermuntert den anzubieten. Aber auch das ist viel Arbeit, deswegen hat es bis jetzt gedauert und er ist noch nicht ganz fertig.
M.M.: Du unterrichtest doch auch gerne. Weshalb machst Du denn einen online-Kurs?
A.S.: Es stimmt, ich arbeite gerne mit Gruppen. Aber da ist die Reichweite begrenzt auf die paar Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen, die sich das auch leisten können. Ich wollte etwas anbieten, das sich (fast) jeder leisten kann. Ein Online-Kurs hat den grossen Vorteil, dass man ihn irgendwann machen kann und irgendwo. Es braucht keine Anreise, man braucht kein Hotel, muss nicht frei nehmen von der Arbeit und keine Kinderbetreuung organisieren. Selbst habe ich schon viele Online-Kurse gemacht und diese Freiheiten sehr schätzen gelernt.
M.M.: Aber ist das nicht unpersönlicher als ein live- Kurs?
A.S.: Es kommt immer darauf an, was ich in einem Kurs lernen will. In meinem Kurs geht es um einen selbst, was ich selbst konkret tun kann für mehr Lebensfreude, und dazu brauche ich keine Gruppe. Aber ich will gar nicht ausschliessen, dass es in Zukunft nicht auch Live-Kurse geben wird. Spass machen würde mir das sicher.
M.M.: Es gibt ja viele Kurse im Internet. Was ist denn das Besondere an Deinem Kurs?
A.S.: Stimmt, es gibt viele Angebote und vieles ist auch gut. In meinem Kurs „Mosaiksteine der Lebensfreude“ geht es in erster Linie darum, Erfahrungen zu machen, wie ich selbst Einfluss nehmen kann darauf, wie es mir geht. Deswegen ist das Hauptgewicht auf den Übungen, von denen es jede Woche neue gibt. Wir lernen durch Tun und durch Wiederholung. Natürlich vermittle ich auch Hintergrundwissen, doch der Fokus ist auf das Erproben von neuen Verhaltensweisen. Und worüber ich besonders glücklich bin sind die Meditationen. Zu jedem der 4 Kursmodule gibt eine Meditation mit eigens dafür komponierter Musik von Eric Nünlist.
M.M.: Meditieren fand ich immer schwierig. Eine Stunde still sitzen und an nichts denken ist nicht mein Ding.
A.S.: (lacht) Ja, das kann ich gut verstehen. Das ist aber nur eine Art des Meditierens. Meine Meditationen sind geführte Reisen, Visualisierungen, bei denen jeder Schritt angeleitet wird. Und für Neulinge in Sachen Meditation gibt es ein kurzes Video, dass nur dem Thema der Meditation gewidmet ist.
M.M.: OK, das hört sich doch machbar an, vielleicht sogar spannend. Für wen ist der Kurs denn gedacht? Und für wen nicht?
A.S.: „Mosaiksteine der Lebensfreude“ ist für alle, die gerne mehr Lebensfreude in ihrem Leben hätten und bereit sind, sich diese Zeit zu schenken und Neues auszuprobieren. Es braucht schon ein wenig Durchhaltewillen während der 4 Kurswochen. Nur durch Tun entstehen Veränderungen. Selbstverständlich ist der Kurs kein Ersatz für eine Therapie, falls die nötig sein sollte. Er kann aber eine gute Ergänzung zu einem therapeutischen Prozess sein. Für wen er nicht ist? (denkt kurz nach) Wer sich beweisen will, dass er oder sie immer ein Opfer der Umstände bleiben wird und nichts das Leben besser macht, diese Person braucht den Kurs nicht, da er oder sie sich ja gar nicht darauf einlassen mag.
M.M.: Was hast Du den als nächstes vor wenn der Kurs fertig ist?
A.S.: (lacht) Keine Ahnung, im Moment ist nichts geplant. Aber mir sind die Ideen noch nie ausgegangen. Ich bin selbst neugierig, was als nächstes kommt.
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Das können Fallbeispiele sein. Aber auch Erlebnisse aus meinem Umfeld, aus Tagungen und Weiterbildungen.
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